Unfallschwerpunkte aus Polizeidaten erkennen und priorisieren

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Unfallschwerpunkte aus Polizeidaten erkennen und priorisieren

Über diesen Use Case

Das Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München wertet die polizeilich erfassten Unfalldaten mit einer eigenen Analysesoftware selbst aus. So erkennt es Unfallschwerpunkte an Knotenpunkten, priorisiert sie stadtweit nach dem Unfallgeschehen und lässt sie durch Maßnahmen entschärfen. Die Wirkung der Maßnahmen wird anschließend mit den Unfalldaten überprüft.

Ausgangssituation und Einsatz Unfalldaten mussten früher routinemäßig bei der Polizei abgefragt werden. Unfallschwerpunkte sollen systematisch in Drei-Jahres-Zeiträumen beobachtet und Maßnahmen fundiert bewertet werden.

Seit 2021 arbeitet das Referat selbst mit den polizeilichen Unfalldaten. Unfallhäufungsstellen behandelt eine Unfallkommission aus Mobilitätsreferat, Baureferat und Polizei bei Ortsterminen. Darunter bearbeitet die Arbeitsgruppe „Sichere Knotenpunkte“ stadtweit auffällige Kreuzungen. Aus der Analyse der Jahre 2020 bis 2022 entstand eine rollierende Liste der 50 vordringlichsten Orte. Zehn Knotenpunkte wurden entschärft oder Maßnahmen beauftragt. Für die sieben unfallauffälligsten freilaufenden Rechtsabbieger wurde der Rückbau empfohlen. Jeder bearbeitete Ort wird spätestens 365 Tage nach der Maßnahme überprüft.

Mehrwert für die Verwaltung

  • Die routinemäßige Abfrage bei der Polizei entfällt, das spart in vielen Fachbereichen Zeit
  • Orte mit dem höchsten Handlungsdruck werden zuerst bearbeitet
  • Bereits entschärfte Orte bleiben im Monitoring, falls sich die Lage wieder verschlechtert
  • Zeigt die Überprüfung keinen deutlichen Rückgang, kommt der Ort erneut in die Unfallkommission
  • Geschulte Mitarbeitende können Unfallschwerpunkte selbst erfassen und bewerten

Im Einsatz: Landeshauptstadt München, Mobilitätsreferat, seit 2021

Weitere Informationen: https://risi.muenchen.de/risi/dokument/v/9424237 (Fortschrittsbericht „Vision Zero“ 2024, Kapitel zur Unfallanalyse)

Karlsruher Institut für Technologie - Information Systems IIKI
Karlsruher Institut für Technologie - Information Systems II
Forschungseinrichtung
Aktualisiert am 13. Okt. 2026Dieser Use Case ist topaktuell.

Benötigte Daten (4)

Welche Daten der Use Case braucht und wo sie bei anderen lagen.

  • Polizeiliche Unfalldaten

    Einzelunfälle mit Ort, Unfalltyp, Ursache, Folgen und Beteiligten

    Datenpunkte:VerkehrsunfalldatenUnfallaufnahmeUnfalltypUnfallursachePolizeiUnfalltypensteckkarte
  • Unfallhäufungsstellen

    Orte mit gehäuftem Unfallgeschehen, bearbeitet durch die Unfallkommission

    Datenpunkte:UnfallhäufungsstelleUnfallschwerpunktUnfallkommissionÖrtliche UnfalluntersuchungUnfallhäufungen
  • Priorisierte Knotenpunkte

    Laufend aktualisierte Liste der Kreuzungen mit den meisten Unfällen und dem Stand der Maßnahmen.

    Datenpunkte:PrioritätenlisteKnotenpunktKreuzungUnfalldatenanalyseMonitoring
  • Rechtsabbiegespuren mit Unfällen

    Erfasste Rechtsabbiegespuren, priorisiert nach Unfällen im Rad- und Fußverkehr.

    Datenpunkte:RechtsabbiegerAbbiegeunfallKnotenpunktRadverkehrFußverkehr

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Ansprechpartner:innen (1)

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