Gewerbeflächenmonitoring steuert regionale Flächenentwicklung

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Gewerbeflächenmonitoring steuert regionale Flächenentwicklung

Über diesen Use Case

Die Region Hannover stellt seit 2005 jedes Jahr die Verkäufe und das Angebot an Gewerbeflächen in ihren 21 Städten und Gemeinden gegenüber und bewertet sie. Auf Basis dieses Monitorings haben Region und Kommunen Leitlinien für die Gewerbeflächenentwicklung vereinbart und ein Förderprogramm aufgelegt.

Ausgangssituation und Einsatz Für die Verkäufe nutzt die Region anonymisierte Kauffälle des Katasteramts mit Fläche und Kaufpreis, die Zeitreihe reicht bis 1992 zurück. Ergänzend fragt sie jährlich bei den kommunalen Wirtschaftsförderungen ab, an welche Branchen die Flächen gingen und woher die Käufer kamen. Ebenfalls erfasst werden Anfragen nach Gewerbegrundstücken, das Flächenangebot je Kommune nach Vermarktungsreife sowie seit 2013 potenziell wiedernutzbare Gewerbebrachen.

Aus Angebot und durchschnittlichem Flächenverbrauch der letzten zehn Jahre berechnet die Region die rechnerische Reichweite des Angebots als Frühwarnindikator. Fünf Jahre gelten als kritische Grenze, so lange dauert im Schnitt die Planung und Erschließung neuer Flächen. 2021 lagen 15 der 21 Kommunen darunter.

Darauf aufbauend haben Region und Kommunen die „Leitlinien der Gewerbeflächenentwicklung 2025“ vereinbart, unter anderem ein Flächenangebot mit mindestens fünf Jahren Reichweite für jede Kommune. Zur Umsetzung beschloss die Regionsversammlung 2019 das „Regionale Gewerbeflächeninvestitionsprogramm“ (REGIP) und ergänzte es 2021 um Nachhaltigkeitskriterien. Gefördert wurden zum Beispiel Vorhaben in Burgdorf, Pattensen und Ronnenberg.

Mehrwert für die Verwaltung

  • Jährlicher Überblick über Nachfrage und Angebot an Gewerbeflächen für die gesamte Region
  • Frühwarnindikator für Flächenengpässe in einzelnen Kommunen
  • Grundlage für gemeinsame Leitlinien von Region und Kommunen
  • Gezielte Förderung über das Programm REGIP, inzwischen mit Nachhaltigkeitskriterien
  • Blick auf Gewerbebrachen und Innenentwicklung, um den Flächenverbrauch zu begrenzen

Im Einsatz: Region Hannover, jährlich seit 2005 (aktuell Monitoring 2025)

Karlsruher Institut für Technologie - Information Systems IIKI
Karlsruher Institut für Technologie - Information Systems II
Forschungseinrichtung
Aktualisiert am 13. Okt. 2026Dieser Use Case ist topaktuell.

Benötigte Daten (7)

Welche Daten der Use Case braucht und wo sie bei anderen lagen.

  • Gewerbeflächenumsatz

    Fläche und Zahl der verkauften baureifen Gewerbegrundstücke je Jahr und Kommune

    Datenpunkte:KauffälleGrundstücksverkäufeGewerbeflächenKatasteramtKaufpreissammlungGutachterausschuss
  • Grundstückspreise

    Durchschnittlicher Kaufpreis der verkauften Gewerbegrundstücke in Euro je Quadratmeter

    Datenpunkte:KaufpreisGrundstückspreisBodenpreisKaufpreissammlungGewerbegrundstück
  • Gewerbeflächenangebot

    Verfügbare Gewerbeflächen je Kommune: sofort vermarktbar, später vermarktbar oder nur im Flächennutzungsplan

    Datenpunkte:GewerbeflächenFlächenangebotBebauungsplanFlächennutzungsplanBauleitplanungVermarktung
  • Rechnerische Reichweite

    Wie viele Jahre das Angebot mit Bebauungsplan beim Verbrauch der letzten zehn Jahre reicht

    Datenpunkte:ReichweiteFlächenverbrauchFlächenbedarfFrühwarnindikator
  • Branche und Herkunft der Käufer

    Nutzergruppe und Herkunft der Grundstückskäufer, jährlich bei den Wirtschaftsförderungen abgefragt

    Datenpunkte:WirtschaftsförderungBrancheNutzergruppeAnsiedlungUnternehmen
  • Grundstücksanfragen

    Anfragen nach Gewerbegrundstücken nach Größe, Nutzergruppe und Herkunft

    Datenpunkte:FlächenanfragenAnsiedlungsanfragenStandortanfragenNachfrage
  • Gewerbebrachen

    Potenziell wiedernutzbare Gewerbebrachen, seit 2013 erfasst.

    Datenpunkte:GewerbebrachenBrachflächenAltlastenLeerstandInnenentwicklung

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Ansprechpartner:innen (1)

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